Literatur

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Mit „„Dann hör doch einfach auf…!““ von Alfred Endres gibt es eine Neuerscheinung im ACABUS Verlag.

Das autobiografische Buch beschreibt, wie Alfred Endres‘ Suchterkrankung entstandt, in einer lebensbedrohlichen Situation gipfelte und er zusammen mit Familie, Therapeuten und Freunden an seiner Genesung arbeitete.

Der Klappentext beschreibt das Buch wie folgt:

Dann hör doch einfach auf !
Es klingt so leicht, doch spätestens als sein Alkoholkonsum Alfred Endres auf die Intensivstation bringt, ist klar, dass er die Kontrolle über die Sucht komplett verloren hat.
Was lief schief im Leben des jungen Mannes, dass ihn der Alkohol beinahe tötete? Vom melancholischen Jugendlichen zum depressiven Erwachsenen bis hin zum Schwerstabhängigen mit Suizidwünschen erlebt er die Fesseln der Sucht, ohne sich diesen erwehren zu können.
Seit frühester Jugend von niemandem verboten oder eingeschränkt, wird die beruhigende und stimulierende Wirkung des Alkohols in allen Lebenslagen von ihm benutzt.
Lange Zeit fällt er damit kaum auf und kann seine bürgerliche Existenz aufrechterhalten. Die Katastrophe scheint vorprogrammiert, doch bevor Alfred alles verliert, schenkt ihm das Schicksal eine zweite Chance, die er mit aller Macht ergreift
Mit authentischen Worten lässt Alfred Endres sein Leben Revue passieren und reflektiert, wie seine Suchterkrankung entstanden ist und wie er, als sein Leben auf Messers Schneide stand, schließlich begann, zusammen mit Familie, Therapeuten, Ärzten und Freunden um seine Genesung zu kämpfen. Als Teil seines Heilungsprozesses schreibt er seine Erfahrungen nieder und möchte damit auch anderen Betroffenen und Angehörigen Mut und Hoffnung machen.

Die Kundenrezensionen bei Amazon stellen das Buch jedenfalls sehr positiv dar, so dass es sich mit Sicherheit lohnt mal einen Blick darauf zu werfen, wenn man sich mit der Thematik auseinandersetzt oder damit auseinandersetzen möchte.

Wir möchten Ihnen gerne zwei frisch gedruckte Poster (Motiv 1 und Motiv 2) für Jugendliche aus suchtbelasteten Familien vorstellen, die ab sofort über die NACOA-Website bezogen werden können.

Die eigens für Jugendliche konzipierten Poster im Comic-Stil eignen sich zum Aushängen in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportvereinen und anderen Orten, wo Jugendliche sich aufhalten. Durch ihre attraktive Gestaltung sind sie Hingucker und fordern Jugendliche heraus, sich mit dem hochtabuisierten Thema Sucht in der Familie auseinanderzusetzen. Die Poster weisen Jugendliche auf das umfangreiche Informationsangebot auf der Website www.traudich.nacoa.de hin und ermutigen sie, sich Hilfe zu holen, wenn im Elternhaus ein Suchtproblem besteht.

Die Website www.traudich.nacoa.de sensibilisiert Jungen und Mädchen ab zwölf Jahren in altersgemäßer Form für die Problematik familiärer Suchtprobleme: Vier Bildergeschichten führen den Jugendlichen typische Situationen vor, wie sie in suchtbelasteten Familien häufig vorkommen, und machen ihnen Mut, die Isolation und das schamvolle Schweigen über die Sucht der Eltern zu überwinden und mit einer erwachsenen Vertrauensperson in ihrem sozialen Umfeld über ihre Nöte zu sprechen. Neben den Comics bietet „TRAU DICH!“ Jugendlichen einen umfangreichen Infor­ma­tions­­bereich mit Basiswissen über Sucht und den Umgang mit familiären Sucht­problemen, entlastenden Präventionsbotschaften sowie ein Verzeichnis verfügbarer Hilfeangebote.

Bestellung:

Die Poster können kostenlos gegen Erstattung der Versandkosten über die NACOA-Website bezogen werden. Hier ist auch der TRAU DICH!-Flyer zu bestellen.

NACOA Deutschland gibt Kinderbuch „Fluffi“ heraus

Ca. jedes sechste Kind in Deutschland lebt mit alkohol-, drogen- oder medikamentenabhängigen Eltern zusammen und gehört damit zur größten Sucht-Risikogruppe. Das Kinder-Bilderbuch „Fluffi“ beschreibt in altersgemäßer Form die negativen Auswirkungen, die die Suchterkrankung eines Elternteils auf die Kinder hat.

Fluffi hat einen alkoholkranken Vater. Durch seine Sucht verhält er sich immer sonderbarer und aggressiver. Fluffi ist verunsichert und sucht Hilfe bei einer erwachsenen Freundin. Sie hört ihm zu und nimmt seine Ängste ernst. Fluffi faßt Vertrauen zu ihr und findet durch sie den Mut, wieder Kind zu sein.

Das Kinderbuch der beiden österreichischen Autorinnen Hanna Grubhofer (Text) und Bärbl Weingartshofer (Bilder) ist für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren geeignet. Pädagog/innen in Kindertagesstätten und Grundschulen können Kindern suchtkranker Eltern damit in einfühlsamer Weise erklären, was Sucht ist und ihnen entlastende Botschaften vermitteln, wenn die Kinder für dieses Thema ansprechbar sind und die weitere Begleitung durch einen Erwachsenen sicher gestellt ist.

Das Kinderbuch „Fluffi“ ist zum Preis von 5 € (zuzüglich Versandkosten) über die Website www.nacoa.de zu bestellen oder über den Buchhandel zu beziehen (ISBN:978-3-9813818-0-1).

Ermöglicht wurde der Druck des Buches durch die Goecom GmbH & Co KG, Kronau.

Wessen Moral? Buchcover

Am 17. Mai 2010 ist im ACABUS|Verlag das Buch „Wessen Moral?“ von Cécile Koch erschienen.

„Wessen Moral?“ ist ein autobiografischer Roman. Seine zentrale Figur ist eine junge Frau, die retrospektiv das Verhältnis zu ihrer Mutter beleuchtet und zu verstehen versucht.

Zunächst noch mit den Augen eines Kindes beobachtet die Autorin, wie ihre Mutter Stück für Stück an Stärke und Lebenswillen verliert. Ihre einst attraktive, charmante und geistreiche Mutter verliert mit der Zeit die Kontrolle über ihr eigenes Leben und das ihrer Familie. Mit ausschlaggebend dafür ist die Hochzeit mit einem manisch- depressiven, medikamentenabhängigen Alkoholiker. Mehr und mehr lässt sich die Mutter von ihren eigenen Süchten leiten, bis sie schließlich an ihnen zerbricht.

Cécile Koch versuchte lange, sich ihre verstörende Welt mit kindlicher Fantasie zurechtzurücken. Als Außenseiterin in der Nachbarschaft und Schule erfindet sie Freunde und erschafft sich eine eigene Realität. Mit zunehmendem Alter reift in ihr jedoch die Einsicht, dass sie der Welt, wie sie ist, nicht durch Träumereien entfliehen kann. Ihre Bereitschaft wächst, von zu Hause auszureißen. Mehrmals läuft sie weg. Mit vierzehn Jahren reist sie sechs Wochen mit einem kleinen Wanderzirkus mit und bezahlt dafür mit dem einzigen, was sie hat – mit sich selbst. Sie trifft dabei eine Abwägung, die sie in ihrem Wohnwagen nachts wach liegen lässt. Letztlich entscheidet sie sich, dass alles besser ist, als zuhause bleiben.

Nach ihrer unfreiwilligen Rückkehr bricht ihr der Boden unter den Füßen weg. Mit Gewalt versucht sie ihrem Leben Sinn einzuflößen, klammert sich an sinnlose Beziehungen, fängt selbst an zu trinken und zu kiffen und versucht mehrmals, sich das Leben zu nehmen. Parallel dazu setzt bei ihrer Mutter eine Leberzirrhose ein. Im Alter von fünfundvierzig Jahren stirbt die Mutter. Für die zu diesem Zeitpunkt neunzehn Jahre alte Autorin bedeutet der Tod der Mutter einen Wendepunkt. Sie fühlt, wie sehr sie leben möchte und macht sich auf, gesund zu werden.

Mit einfachen, nüchternen Worten betrachtet die Autorin rückblickend ihr Leben ohne geborgene Kindheit und ihren Versuch, aus eigener Kraft erwachsen zu werden. Nicht die nachträgliche Betroffenheit steht im Vordergrund ihrer Schilderungen. Vielmehr geht es um den Mut und auch die Probleme, das eigene Leben anzunehmen und selbstbestimmt zu führen.

Der Titel „Wessen Moral?“ steht stellvertretend für alle Fragen nach den Gründen und der Gerechtigkeit der Welt, welche die Autorin beschäftigen. – ACABUS|Verlag

Cécile Koch
„Wessen Moral? Eine Autobiografie zum Thema: Erwachsene Kinder suchtkranker Eltern“
Buch-ISBN: 978-3-941404-35-9
BuchVP: 13,90 EUR
264 Seiten
Paperback, 13,5 x 19,5 cm
ACABUS Verlag, Hamburg 2010